Dienstag, 16. September 2014

Jeans & T-Shirt

In letzter Zeit habe ich öfter daran gedacht wie selten ich doch in Jeans und T-Shirt aus dem Haus gehe. Eigentlich ein banaler Freizeitlook den jeder in seinen Tag integrieren kann, doch mir fällt er schwer.
Im Grunde fühle ich mich unwohl in Jeans und T-Shirt deswegen verzichte ich oft darauf.
Der Gedanke ließ mich aber nicht los! Auch ich möchte einmal das Haus verlassen ohne meinen Schrank auf den Kopf zu stellen.

Lately, I e often thought about how rarely I am wearing  jeans and T-shirt. Actually a banal look that everyone can integrate in a day, but this is difficult for me. 
Basically I feel uncomfortable in jeans and T-shirt.




Gesagt, getan. Ich kramte meine Lieblingsjeans von Forever 21, und mein weißes Basic Shirt von Cecil raus und gab dem Look mit banalen Details. Der blaue Blazer zu den braun-beigen Schuhen und passendem Gürtel geben dem Outfit kleinen Kikk und machen den Mia-Look aus.

But I tried in my way. I took my favorite jeans from Forever 21, and my white shirt Basic out of Cecil and gave this look a few details. The blue blazer to the brown-beige shoes matching belt gives the outfit the Mia look.







Blazer -Veto
Shirt - Cecil (klikk)
Jeans - Forever 21
Bag & Shoes - Primark


Freitag, 12. September 2014

♥ My Wedding ♥ Dress ♥

Als gebürtige Marokkanerin bin ich eine von Prunk und Kitsch geprägte Welt voller Farben aufgewachsen. Hochzeiten sind in unserer Kultur das Event überhaupt. In Marokko wird über Tage lang gefeiert. Die Braut bekommt viel Gold und prunkvolle Kleider aus feinsten Indischen Stoffen. Viel Musik, viel Essen und Geld spielt keine Rolle. Obwohl jede junge Marokkanerin  genauso ihre Hochzeit plant, war ich immer davon überzeugt gar nicht so groß feiern zu wollen; bis zu dem Tag an dem ich wirklich anfing zu planen. Ich wollte alles! Prunk, Gold, Kitsch, Musik, alles genauso wie ich jahrelang bei sämtlichen Bekannten, Familienmitgliedern und Freunden sah. Ein wenig über mich selbst verwundert habe ich irgendwann eingesehen wie sehr mich diese Hochzeiten doch geprägt haben.


Aber ich wäre nicht Mia wenn ich nicht aus der Reihe tanzen würde. Statt 600 Gästen, wurden "nur" 60 eingeladen. Am 15.08.2014 war es soweit. Meine Familie und ich fuhren gemeinsam nach Essen wo mein Mann mit dem Brautwagen auf mich wartete. Traditionell wird bei uns die Braut vom Mann zu Hause bei Ihren Eltern abgeholt. Dort verabschiedet sich dann die Braut von ihren Eltern, der traurige Teil der Hochzeit findet hier unter den Familie statt. Wir verzichteten aus organisatorischen Gründen auf diese Tradition.
Wir fuhren dann gemeinsam zu standesamtlichen Trauung zum Schloss Borbeck in Essen. Nach der standesamtlichen Trauung bei einer sehr unangenehmen Beamtin passierte der für uns wichtige Teil der Hochzeit. In einem Nebenraum wurden wir islamisch getraut, und damit war unsere Verbundenheit für uns komplett.


Mein Kleid selber zu nähen war eine große Herausforderung. Mit Hilfe von meiner Freundin Jana die schon viele Jahre Näh-Erfahrung vorwies bevor wir zusammen studiert haben, konnte ich mir meinen Tüll-Traum erfüllen. ( Jana hat übrigens einen eigenen Dawanda-Shop hier)


Mein Korsett besteht aus cremefarbener Seide welche mit einem Hauch Spitze überlegt ist. Ich habe in mühevoller Handarbeit 4000(!) Steinchen im Verlauf aufgeklebt. Der Rock besteht aus einem Reifrock, einer Stoffbahn und vier Lagen Tüll.
Um die Taille noch etwas zu verschmälern habe ich mich dazu entschlossen einen breiten Gürtel zu tragen der hinten mit einem Seidenband geschnürt wurde. Viele Details wurden erst im Laufe der Entstehung hinzugefügt und geändert. Zum Beispiel war der Gürtel erst mal nur mit Häckchen versehen. Dann trieb mich die Angst das die Häckchen nachgeben können dazu den Gürtel doch lieber Schnüren zu wollen. Dieses Detail passte doch dann gut zu meinem Schuhen.
Zwei Tage vor der Hochzeit klebte ich verteilt noch ein paar Pailletten auf den Tüll die ein paar Lichtstrahlen reflektieren sollten. Dann war ich auch endlich zufrieden und verliebt in mein Kleid.

Nach der Masse an Stoff entschied ich mich bewusst gegen einen Schleier und für eine Kopfkette. Meine Haare wurden zu Locken eingedreht und zur Seite gelegt, ich trage einen kurzen Mittelscheitel und die Kopfkette war natürlich auch eine kleine Rebellion gegen das klassische.
Leider war an dem Tag keine Zeit für ein Frisörbesuch, und auch sonst wurde meine Planung ein paar Tage vorher komplett über einen Haufen geworden. Was ich "eigentlich" wollte und wofür ich mich letztendlich  entschied sind verschiedenen Welten. Haare und Make-Up by Ansousa Visagist .
Für die islamische Trauung gab es dann noch einen orientalischen Schleier auf den Kopf.




Die tollen Bilder hat die liebe Darya für uns gemacht. Nach unserem gemeinsamen Shooting im März waren meinem Mann und ich uns sicher wen wir für unsere Hochzeit anagieren wollen. Darya fotografiert mit solch einer edlen Attitüde und voller Leidenschaft. Sie liebt was sie tut, und das erkennt man an ihren Fotos. Wer aus Köln und Umgebung kommt darf gerne mal hier auf ihrer Facebook -Seite schauen. Dort gibt es ein tolles Portfolio.


Später, zum feiern im einem unserer liebsten Restaurants lockerte ich mein Haar und zog noch ein traditionelles marokkanisches Abendkleid an. Dieses tolle Kleid in einem wunderschönen Lachston hat meine Mutter ausgewählt. Wir waren im Restaurant Maroush in Recklinghausen und das empfehle ich jedem der gerne Mal libanesisch essen möchte.

Wie gefällt euch mein Kleid ? Ich entschied mich zum nähen weil ich solche Tüll-Kleider nur in kleinen Größen gefunden habe. Online aus dem Ausland wollte ich ohne Anprobe nicht bestellen. Wo habt ihr eure Kleider gekauft? 
Und...

Wie sieht dein Traumkleid aus?